Die Gitarren sind auf gute Spielbarkeit mit minimalem Aufwand und kräftigen Ton mit ausgeglichenem Klang ausgelegt. Während für die Verbesserung des Klangs moderne Methoden uneingeschränkt zur Anwendung kommen dürfen, ist die Optik klassisch gehalten. Das traditionelle Aussehen lässt viel Spielraum für individuelle Gestaltung: Aufwendige, handgefertigte Ziereinlagen gehören zum Standard.
Die konstruktiven Details der bisherigen Instrumente sind im Folgenden beschrieben. Davon lässt sich aber problemlos abweichen - jede Veränderung sehe ich als ein aufregendes Experiment und als eine Chance auf neue Erkenntnisse.
Decke
Grundsätzlich sind die Gitarren sehr leicht gehalten, um die nötige Energie zur Erzeugung eines kräftigen Klanges klein zu halten. Die Decken sind wahlweise aus Zedern oder Fichte und mit symmetrischen oder asymmetrischen Fächerbeleistung verstärkt. Für eine geringere Masse bei gleicher Festigkeit ist die Decke im Unterbug gewölbt.
Boden und Zargen
Boden und Zargen wurden bisher aus indischem Palisander mit unterschiedlichen Verstärkungen gebaut. Vorerst verwende ich dieselben Hölzer, um einen Standard für den Vergleich zu schaffen. Für eine optimale Klangabstrahlung ist der Boden sphärisch verrundet.
Hals und Griffbrett
Für leichte Spielbarkeit ist die Saitenlage möglichst tief, was durch eine exakte Abrichtung des Griffbretts ermöglicht wird. Das Griffbrett ist über der Decke leicht erhöht, damit auch hohe Lagen einfacher gegriffen werden können. Der Hals ist dünn und trotzdem stabil, sodass der Kraftaufwand der linken Hand minimal wird.
Zierelemente und Politur
Die verwendeten Ziereinlagen sind handgemacht aus
Zierelemente
Die verwendeten Ziereinlagen werden von Hand aus 0.2 – 0.5mm dünnen farbigen Furnierblättern hergestellt. Jede Gitarre erhält so ihr einzigartiges Design, das auf Wunsch ganz frei zusammengestellt werden kann.
Politur
Die Gitarren haben eine traditionelle Schellackpolitur mit 30 – 40 Schichten, die über den Zeitraum von mindestens einem Monat mit einem Politurballen aufgetragen wird. Für die Politur werden ausschliesslich natürliche Komponenten verwendet: Schellack stammt von weiblichen Lackschildläusen ausgeschieden und wird seit dem 17. Jahrhundert in Europa für Polituren und später auch in Schallplatten verwendet. Schellack ist aufwändig in der Applikation, ist aber nach wie vor der goldene Standard im Instrumentenbau: Die dünne Schicht und Flexibilität des Lacks erlauben eine hohe Schwingfähigkeit, schützen das unterliegende Holz aber trotzdem zuverlässig. Schellack ist einzigartig in den Reparatureigenschaften, da er jederzeit mit Alkohol angelöst und ausgebessert werden kann. Mehrere Helligkeitsstufen ermöglichen ein dunkles bis annähernd transparentes Finish, das die Tiefen des Holzes wunderschön zur Geltung bringt.